Das Kaizen im Dienst der Umwelt

Ein Beitrag von Cecil Dijoux

Klimaerwärmung, Treibhauseffekt, CO2 Konzentration, Wasserverschmutzung, Bodenkontamination, gefährdete Zonen … Es gibt hinreichend Themen rund um das Thema Umweltschutz und Ökologie. Sucht man im Internet, findet man gleicherweise Messungen, zum Beispiel diejenige über die CO2 Emissionen in den europäischen Haushalten. In Frankreich sind es etwa 16,4 Tonnen pro Jahr, in Deutschland noch deutlich mehr. Oder man findet Möglichkeiten für Firmen, ihre Emissionen aus ihren direkten und indirekten Aktivitäten zu errechnen.

Weiter gibt es dort Zielsetzungen und Selbstverpflichtungen, zum Beispiel die Treibhausgasemissionen um 40% zu reduzieren.

Das heißt also, es gibt Messungen, es gibt Ziele, und zwischen beiden haben wir, Differenzen (in Lean sind das unsere „Probleme“). Wir können also unser Demingrad drehen (PDCA), zum Nutzen unseres Planeten und der Lebewesen, die ihn bewohnen.

Dabei gibt es ein Kapitel in Lean das mir besonders geeignet erscheint. Es ist das Kaizen: Sich weiterzuentwickeln indem Verbesserungsaktivitäten, sogenannte „Kairo“, eingesetzt werden. Wer immer es also sei, Individuen, Kollektive, Unternehmen, Organisationen …. jede und jeder unter uns kann sich ohne abzuwarten im Sinne der G20 engagieren und auf seiner Ebene kontinuierliche Verbesserungen anstreben.

Um diesen Artikel zu schreiben – und ich bin nicht Teil eines professionellen Milieus in dem die Ökologie ein großes Thema ist – habe ich meiner Umgebung, Kollegen und anderen (5 Personen), einige Fragen gestellt, um ihre Involvierung in dieses Thema festzustellen. Sie konnten alle kleinere Verbesserungsaktionen berichten, die sie ausprobiert und beibehalten haben.

Hier 3 davon: Fiona erklärte mir, dass sie oft Tee trinkt und dass sie jedes Mal Wasser auf einer ihrer beiden Gasplatten erhitzt, obwohl ihr Herd auch 2 Induktionsplatten hat. Ihr ist schließlich bewusst geworden, dass sie ihren Kochtopf besser auf eine Induktionsplatte stellt. Seitdem erhitzt sie ihr Wasser in 1.30 Minuten anstelle von 5 Minuten.

Charlie berichtete, dass er den Gas- und Stromlieferanten gewechselt hat, sein neuer Lieferant liefert aus grünen Quellen.

Chloé am Ende erzählte bei der Arbeit, dass sie systematisch die Lichter ausmacht, wenn sie aus einem Zimmer geht. Und damit ihre Kollegen den gleichen Reflex entwickelten, hat sie kleine Schilder entworfen, die sie an jedem Lichtschalter angebracht hat.

Zusammen haben mir die 5 je mindestens eine Verbesserung berichtet, die sie verwirklicht haben. Ihr Engagement für dieses Thema hat mich verwundert. Andererseits, hätte ich meine Frage nicht gestellt, hätte ich das alles nicht erfahren. Ich finde es schade, dass man nicht einfach von den Ideen anderer profitieren kann.

Manche Gemeinden und Organisationen haben begonnen, ihre Aktivitäten zu sammeln und darzustellen. Und wenn wir uns daran ein Beispiel nähmen?

Wenn man alle diese Aktivitäten der Bürger auflisten, erklären und einer immer größeren Zahl von Organisationen zugänglich machte …. würde das die Praxis des Kaizen zum Nutzen der Umwelt forcieren?

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